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CHP-Austria / Wiener Ringstraße

Die Wiener Ringstraße

Unter der Regierungszeit von Kaiser Franz Josef I. beginnt im Jahre 1857 die historische Geschichte der Wiener Ringstraße. Kaiser Franz Josef I., seine k.k. Apostolische Majestät lies am 25. Dezember in der Wiener Zeitung den Bau der Wiener Ringstraße verkünden. „Lieber Freiherr von Bach! Es ist mein Wille, dass die Erweiterung der inneren Stadt Wien mit Rücksicht auf eine entsprechende Verbindung derselben mit den Vorstädten umgehend in Angriff genommen und hierbei auch auf die Regulierung und Verschönerung meiner Residenz- und Reichshauptstadt Bedacht genommen werde. Zu diesem Ende bewillige ich die Auflassung der Umwallung und Fortifikationen der inneren Stadt, so wie der Gräben um dieselbe.

Jener Teil, der durch die Auflassung der Umwallung der Fortifikationen und Stadtgräben gewonnen Area und Glacis-Gründe, welcher nach Maßgabe des zu entwerfenden Grundplanes nicht einer anderweitigen Bestimmung vorbehalten wird, ist als Baugrund zu verwenden und der daraus gewonnene Erlös hat zur Bildung eines Baufondes zu dienen, aus welchem die durch diese Maßregel dem Staatsschatze erwachsenden Auslagen, insbesondere auch die Kosten der Herstellung öffentlicher Gebäude, so wie die Verlegung der noch nötigen Militär-Anstalten bestritten werden sollen.

Die Demolierung der Wiener Basteien beginnen

Ein Pressebericht vom 30. März 1858 – Die Demolierung der Basteien hat heute mit Tagesanbruch begonnen; etwa 150 Arbeiter verschiedener Nationalitäten schaufeln und hacken auf der Bastei vom Rothenthurmthor bis zur Gonzaga-Bastei mit einem Eifer an dem alten Gemäuer, als hätten sie die Demolierung selbst in Accord genommen. Schon um die Mittagsstunde war die ganze Mauer, welche auf der genannten Strecke die Verschanzung bildet, niedergeworfen, und eine Stelle an der Gonzaga-Bastei behufs Abfuhr des Materials bis auf den Grund durchbrochen. Im Bereiche der Kasematten wird man jedoch bis zu deren Räumung keine weiteren Fortschritte machen können. Bei der Ferdinandsbrücke und auf der Gonzaga-Bastei erlustigten sich Hunderte von Zuschauern an jeder Schaufel Sand und Steine, welche am Schanzuel in die Tiefe hinabrollt. Die Bastei auf der erwähnten Strecke, sowie der Weg am Schanzel sind für das Publicum abgesperrt. Der so sehr beliebte Rundgang um die Bastei hat dem gestrigen Tage für immer aufgehört.

Wiener Ringstraße

Die Eröffnung der Wiener Ringstraße

Die Wiener  Zeitung berichtet am 2. Mai 1865: Es lag ein sinniger Gedanke darin, die Vollendung der Wiener Ringstraße, des schmucken Gürtels, der um das alte Wien mit seinem hochragenden Dome sich legt, – am ersten Maitage, dem holden, von aller Welt geliebten Frühlingsboten, zu feiern. Und diese Feier sollte heute die höchste Weihe erhalten, indem Ihre Majestäten der Kaiser undie Kaiserin den Wunsch der Stadtrepräsentanz, Allerhöchstdieselben möchten, wie vor sieben Jahren die erste Strecke, nun den ganzen Umkreis der Wiener Ringstraße persönlich eröffnen, huldvoll zu erfüllen geruhten. Eine unabsehbare Menschenmenge belebte in dichtgegrängten Reihen zu beiden Seiten der Wiener Ringstraße. Zur bestimmten Stunde hatten sich am äußersten Burgplatze bei dem Zelte rechts Ihre Excellenzen die Herren Minister, die Mitglieder der Stadterweiterungs- und Baucommission und andere hohe Functionäre eingefunden. Bei dem Zelte links stellten sich der Bürgermeister Herr Dr. Zelinka mit den Mitgliedern des Gemeinderathes, des Magistrates und der Gemeindebezirke auf. Um halb 5 erschienen in offenem Wagen an dem äußeren Burgplatze Ihrer Majestäten der Kaiser und die Kaiserin und wurden von den Anwesenden ehrfurchtsvoll empfangen und mit jubelenden Hochs begrüßt. ….

Die Presse berichtet am 2. Mai 1865: Der Inhalt jenes für die Stadt Wien besonders denkwürdigen Handschreibens, welches der Kaiser am 20. Dezember 1857 an den damaligen Minister des Inneren, Freiherr v. Bach, richtete, ist mit dem heutigen Tage zur vollen Wahrheit geworden. Das Werk der Stadterweiterung, das mit dem ersten Spatenstiche auf der Rothenturm-Bastei am 29. März 1858 seinen Anfang nahm, ist nach sieben Jahren heute in seinen größten Zügen vollendet; die beengenden Basteimauern sind verschwunden und an ihrer Stelle befindet sich die breite, freie Wiener Ringstraße, eine stundenlange Zeile von Palästen. Am gestrigen Tage erst in ihrer Gänze vollendet, war sie heute Nachmittags von Sr. Majestät dem Kaiser in feierlicher Weihe eröffnet. …

Wiener Ringstraße Eröffnung

Wiener Ringstraße Eröffnung

Mehr als 150 Jahre später

Riesige Monumentalbauten, prachtvolle Zinshäuser, grüne Parkanlagen und prunkvolle Palais haben ihren Platz auf der Wiener Ringstraße gefunden. Neben den weltlichen Bauwerken hat die Wiener Ringstraße auch eine beeindruckende neugotische Kirche zu bieten.  Obwohl die Wiener Votivkirche kein Bau der Ringstraßenära ist, wird sie heute als Ringstraßendom bezeichnet.

Wiener Ringstraße

Stadtführung Wiener Ringstraße

Die Errichtung der Wiener Ringstraße war eine absolute Meisterleistung. Mit Ihrem privaten Stadtführer sehen Sie den prachtvollsten Abschnitt der Wiener Ringstraße zwischen Kaiserforum und der Wiener Votivkirche. Machen Sie einen Blick hinter die prunkvollen Fassaden und erfahren Sie skandalöse Geschichten. Der Stadtspaziergang endet mit einer Kirchenführung in der Votivkirche. Lassen Sie sich von den schönsten Buntglasfenstern begeistern. Eine private Führung ab 2 Personen – 2 Stunden ab 157 Euro

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CHP Austria Stadtführungen in Wien und Eisenstadt - Tagesausflüge - Reiseleiter hat 4,83 von 5 Sternen 61 Bewertungen auf ProvenExpert.com